Homing
Der Laser verfügt über ein System, mit dem man die Startposition des Lasers, immer wieder exakt ermitteln kann. Da keine offenen Endstops verbaut sind, habe ich dieses etwas kritisch geprüft und den Laser manuell verschoben. Aus verschiedensten Positionen, habe ich den Befehl der „Startposition“ aus Lightburn abgerufen. Der Laser fährt dabei jedes Mal ein kleines Stück vorwärts, beendet den Weg auf der x-Achse am linken Rahmenprofil und fährt dann auf der Y-Achse nach hinten links und stoppt dort ebenfalls am Rahmen. Hier gibt es keine harten Kollisionen, er stoppt bei der Berührung am Profil.
Um der Genauigkeit auf den Grund zu gehen, habe ich mir mit einem Zettel die genaue Position markiert und diesen viele Male angefahren. Um zu schauen, ob sie Deckungsgleich sind, habe ich vom Stativ gefilmt und die Ergebnisse mehrfach übereinandergelegt. Ich glaube das passt. So genug Trockenmasse.
Gravieren mit der Basic Software für Laser.
Ich starte die Software Laserbox. Die Software ist ziemlich intuitiv zu nutzen und für Anfänger super geeignet. Man unterscheidet hier zwischen Gravieren und Schneiden, kann Objekte Einfügen oder Erstellen oder Objektgrößen und Gravur-Parameter einstellen. Im Menü, über den Punkt Import, lassen sich verschiedene Datei-Formate öffnen. Ich habe mich hier entschlossen, euch mal mein Motorrad vorzustellen.
Nach dem Öffnen ist es mir noch etwas zu groß. Im Seitenmenü rechts kann ich die Größe ändern. Für meine Gravur reichen mir 15 cm.
Für einige Materialien gibt es hier schon vorgefertigte Parameter. Da ich mich mit der Kraft des Lasers noch gar nicht auskenne, vertraue ich darauf und wähle für mein Holz die Option „Basewood“. Das Programm springt sofort um auf eine vorgeschlagene Leistung von 75 % und eine Geschwindigkeit von 100 mm/Sekunde. Bis jetzt habe ich in mm/min gearbeitet, also rechne ich kurz um: 6000 mm/min. Das ist ziemlich zügig. Im „Image Mode“ wähle ich mein vertrautes „Jarvis“, eine Gravur-Einstellung, die festgelegt, wie das Bild in Punkten umgesetzt wird. Um besser zu sehen, stelle ich mal auf Vollbild um. Mit dem Schieberegler „Grayscale“ kann man die Helligkeit und den Kontrast verändern. Auch die Schärfe lässt sich einstellen. Aber ich finde mein Motorrad eigentlich scharf genug. Ich ändere noch die Ausrichtung und verbinde den Laser.
Über das Play Symbol kann ich den Auftrag starten. Nachdem er eine kleine Weile gerechnet hat, öffnet sich ein kleines Fenster mit weiteren Möglichkeiten. Mithilfe der Maus kann ich den Startpunkt verändern und eine Rahmenfahrt ohne Gravur ist möglich. Die Gravur ist fertig.
Der Auftrag ist sauber abgearbeitet und die Gravur sehr gleichmäßig. Vielleicht hätte es doch noch ein wenig mehr Kontrast gebraucht. Ich starte eine weitere Gravur, diesmal aus Lightburn. Ich übernehme die vorgeschlagenen Parameterangaben aus der Basic Software, aber setzte die Geschwindigkeit runter auf 5000 mm/min. Diesmal ist es ein ziemlich altes Bild eines Pferdes, welches zu Ehren seines Sieges einfach mal gemalt wurde. Die hellen Flächen des Bildes sind ebene Flächen. Während durch die Stärke die dunkleren Bereiche eine abgestufte Tiefe erreichen. Das Bild wirkt dadurch leicht plastisch. Auch der Bilderrahmen ist fast in seinen unterschiedlichen Ebenen zu erfühlen.